CHRIS NORMAN

CHRIS NORMAN

 

Schon die Großeltern von Chris Norman hatte es vor rund 100 Jahren auf die Bühne gezogen, und nachdem auch seine Eltern Pat und Pip mit verschiedenen gefeierten Dance- und Show-Gruppen (z.B. The Four Jokers) im Rampenlicht gestanden hatten, folgte ihnen auch Chris schon sehr früh in diese Richtung: Er war gerade mal drei Jahre alt, als er sich zum ersten Mal zu ihnen gesellte und Bühnenluft schnupperte.

Heute, über sechs Jahrzehnte später, verbringt der am 25. Oktober 1950 in Redcar/Yorkshire geborene Brite noch immer weite Teile des Jahres „on the road“, um zwischendurch in sich zu gehen und sein Repertoire zu erweitern: Das neue Album „Crossover“ , das am 18. September 2015 erschien, zählt ohne Frage zu den vielseitigsten und

facettenreichsten Veröffentlichungen seiner Karriere.

Seine erste Gitarre bekam Chris Norman mit sieben, und nachdem er sich mit Elvis und Little Richard, Buddy Holly und Lonnie Donegan vertraut gemacht hatte, landete er in den Sixties nicht nur bei den Beatles und Bob Dylan, sondern auch auf einer Schule in Bradford, wo der 12-Jährige mit Alan Silson und Terry Uttley Bekanntschaft machte – jenen Jungs, mit denen er später die Band Smokie gründen sollte. Nach etlichen Vorgängerkonstellationen, noch mehr Namensänderungen (u.a. The Yen, The Elizabethans, Kindness) und reichlich Bühnenerfahrungen, landeten Smokie, inzwischen komplettiert mit Pete Spencer, im Sommer 1975 mit „If You Think You Know How To Love Me“ ihren ersten Hit, womit Chris & Co. endgültig auf die Überholspur wechselten: Obwohl der Sänger rückblickend berichtet, dass sie damals „eigentlich gar nicht an Pop-Singles interessiert waren“, gingen allein in Deutschland 13 ihrer Songs in die Top-10. Titel wie der internationale #1-Hit „Living Next Door To Alice“, „Mexican Girl“,

„It’s Your Life“ oder auch „Lay Back In The Arms Of Someone“ zählen seither zu den Klassikern dieser Ära – und natürlich sind sie auch auf dem vor wenigen Monaten veröffentlichten Jubiläumsalbum „Smokie Gold 1975-2015“ vertreten, das zudem als 3-DVD-Boxset erschienen ist. Während Smokie ihre Erfolgsserie mit jedem neuen Album fortsetzten – allein „Midnight Café“, „Bright Lights and Black Alleys“ und „The Montreux Album“ gingen hintereinander in die deutschen Top-10 –, landete Chris mit „Stumblin’ in“ (1978), aufgenommen mit Suzi Quatro, noch vor dem Ende des Jahrzehnts seinen ersten Hit außerhalb der Band.

Seine spätere Solokarriere deutete sich bereits an, als Chris wenig später unter anderem für Kevin Keegan und Agnetha Fältskog (ABBA) arbeitete, um dann mit einem „Tatort“-Soundtrack seinen ersten Solo-Hit zu landen: Die im Schimanski-Krimi („Der Tausch“) erstmals präsentierte Single „Midnight Lady“ (1986), produziert übrigens von

Dieter Bohlen, dominierte die europäischen Bestenlisten und hielt sich in Deutschland ganze sechs Wochen lang an der Spitze der Charts. Zwei Jahre später mischte auch „Broken Heroes“, sein zweiter „Tatort“-Beitrag, die Top-3 der Media Control Charts auf. Bis zur Jahrtausendwende ließ Chris Norman etliche Hit-Alben folgen (u.a. „Some

Hearts Are Diamonds“, das sich fast ein Vierteljahr in den deutschen Charts hielt), ging ab 1994, nach einer längeren Live-Pause, auch wieder mit Band auf Tour, um im selben Jahr vom Musiksender CMT gleich mehrfach zum Videokünstler des Jahres gewählt zu werden.

Auch nach der Jahrtausendwende gab es etliche Highlights: Seine Single „Amazing“ stieg 2004 erneut in die deutschen Top-10 ein, sein Album „Breakaway“ ging in die Top-30, während er von Radio Regenbogen, immerhin knapp 30 Jahre nach dem ersten Hit, den Preis für die beste männliche Stimme verliehen bekam. Im Jahr danach

war’s die Doppel-DVD „An Acoustic Evening With Chris Norman“, die Platz 5 in Deutschland und Platz 8 in den österreichischen DVD-Charts eroberte. Nachdem er mit seiner Band abermals durch ganz Europa, Russland und die USA getourt war, hieß es 2009 dann „The Hits“, als sein massives Best-of-Paket (inkl. Smokie-Hits) nicht nur in Deutschland Goldstatus erreichte, sondern unter anderem auch in ganz Skandinavien die Charts dominierte.

2011 veröffentlichte der Brite das persönliche Favoriten vereinende Cover-Album „Time Traveller“ sowie die CD´s „There and Back“ (2013) und „Crossover (2015). Und wieder ging er auf Tour und nicht nur durch Deutschland, Russland und das Baltikum, sondern zum ersten Mal auch durch Vietnam und Südkorea.

Anfang 2017 spielte er dann 14 neue Songs für sein Album „Don´t Knock The Rock“ ein, das am 15. September 2017 erschien. Die erste Single daraus „Sun Is Rising“ wurde am 26. Mai 2017 veröffentlicht.

Im März 2018 folgt eine Deutschlandtournee zum aktuellen Album. Mit seiner großartigen Live- Band wird er hier in 17 Städten Konzerte geben.

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